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Nach Lampedusa

Nach Lampedusa – Wandererfantasien ist ein romantisch-dokumentarischer Musiktheaterabend, in dem die Grenzen zwischen Vertrautem und Fremden durchlässig werden.
Eine Schauspielerin, ein Sänger und ein Pianist arbeiten sich durch Akten, Interviews und Anklageschriften aus laufenden Asylverfahren. Sie suchen nichts weniger als die Menschen hinter den Papierstapeln. Durch den Filter des romantischen Kunstliedes, in dem die Themen «Wandern» und «Sehnsucht» zelebriert werden, erproben sie einen differenzierten Blick auf zeitgenössische Geschichten des Auswanderns, spielen Perspektiven jenseits von Klischees und politischer Vereinnahmung durch. Mit Musik von Franz Schubert und einem musikalischen Zugriff auf Sprache werden die Aktennotizen zum Leben erweckt. Gleichzeitig trennt die romantische Musik als bürgerlich-mitteleuropäisches Kulturgut die drei Akteure vom Schicksal der Asylsuchenden. Sie ist ein Übersetzungsversuch in einen Erfahrungs- und Imaginationshorizont, der uns geläufig ist. Sie kann gar zum Rückzugsort, zu einem Schutzraum der Stilisierung werden. Ist das Publikum bereit, die Konsequenzen aus dieser Annäherung zu ziehen?


Hörspiel
Nach Lampedusa – Wandererfantasien, SRF2, 02.12.2016


Website
www.matterhorn.li

Credits

KONZEPT / TEXT / REGIE / SPIEL: URSINA GREUEL
KONZEPT / GESANG: DANIEL HELLMANN
KLAVIER: SAMUEL FRIED
LICHT: JENS SEILER
PRODUKTIONSLEITUNG / OEIL EXTÉRIEUR: DANIELA LEHMANN

Eine Produktion von Matterhorn Produktionen und 3art3.
Unterstützt durch Stadt Zürich Kultur, Fachstelle Kultur Kanton Zürich, Ernst Göhner Stiftung, Stanley Thomas Johnson Stiftung, Merzbacher Kunststiftung, GGG Basel, Migros Kulturprozent, Kultur Kanton Bern, Burgergemeinde Bern, bmu stiftung für bevölkerung, migration und umwelt, Alfred und Ilse Stammer-Mayer Stiftung


Presse

Flüchtlingen eine Stimme geben, SRF, Kultur Kontext, 28.04.2015